Radio-Diät

Die letzte Zeit wenig zu tun gehabt. Dummerweise war ich - aus rein finanziellen Gründen - an den "Schreibtisch gefesselt". Also die Zeit vor allem mit Radiohören verbracht. Nicht so sehr mit Radio Tralala ("Sage uns wie spät es ist und wir geben Dir einen Koffer voll Geld und noch 'ne Wurst dazu und jetzt spielen wir noch einen von unseren supergeilen Hits..."), sondern schwere Kost: Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und so was.

Was man da alles lernt. Die lauteste Platte Deutschlands steht in Berlin und heißt ORWOHaus. Als die Chinesen nicht mehr länger das Opium, das ihnen die Inder verkaufen wollten nehmen wollten, wurden sie mit zwei Opiumkriegen dazu gezwungen. Außerdem hat man bei der Gelegenheit noch die Pekinesen entführt, die sich seitdem in Europa ausbreiten. Die erste Moschee in Deutschland wurde in einem Kriegsgefangenenlager errichtet. Man wollte den Leuten dort auch außerdem beibringen, dass sie besser gegen die Engländer, statt gegen die Deutschen kämpfen sollen. Hat aber nicht so ganz funktioniert.

1985 ist ein Flugzeug über Japan abgestürzt und weil die Japaner meinten, dass es sich nicht lohnt schnell nach den Opfern zu suchen, sind jede Menge Überlebende dann doch noch gestorben. (Memo an mich: Demnächst mal einen Blog darüber schreiben, wann Dinge wirklich eilig sind und wann man sich Zeit lassen kann. Flugzeugüberlebende retten => eilig).

Irgendwann habe ich dann gelernt, dass man einem Habicht etwas zum Töten geben muss, damit er sich wohl fühlt. Dass es außerdem auf Dauere keine gute Idee ist zu versuchen den Tod eines geliebten Menschen mit der Aufzucht eines Habichts zu verarbeiten. Dass es andererseits aber praktisch ist einen Habicht zu besitzen, da er einem Tiere zum Abendessen fangen kann. Außerdem ist ein Papagei brutaler als ein Habicht (wenn man ihn regelmäßig etwas töten lässt?). Das Buch heißt H wie Habicht und ich brauche jetzt erstmal R wie Ruhe oder Radiodiät.